Stimmen des Marktes: Was Börsenprofis Privatanlegern raten

Shownotes

Was sollte ein Börsen-Neuling unbedingt wissen? Unsere Kollegin Sarah-Christin wollte es von den Profis hören und hat auf den Hamburger Investorentagen fünf Fondsmanagern und Vermögensverwaltern diese Frage gestellt: Michael Kollenda, René Kerkhoff, Julian Kauffeldt, Olaf Hein und Klaus Walczak.

Herausgekommen sind fünf ehrliche Antworten über Geduld statt Hype, über aktive Fonds versus ETFs und über die drei Kennzahlen, auf die es bei Einzelaktien wirklich ankommt. „Man darf sich nie verlieben in einzelne Aktien“, war einer der Hinweise und bei diesem Stichwort hat Sarah-Christin dann auch gleich noch nach den persönlichen Lieblingsaktien gefragt.

Die von Birte in der Show angesprochene Fonds-Suche findet ihr hier: https://www.dasinvestment.com/fonds/explorer/

Habt ihr Fragen, Themenwünsche oder einfach nur Feedback? Schreibt uns eine E-Mail an expedition@dasinvestment.com

Disclaimer:

_Die in diesem Podcast zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Sie dienen ausschließlich zu Informationszwecken und zur Unterhaltung.

Eine Anlage ist mit Risiken verbunden, darunter fällt das Risiko des Kapitalverlustes._

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00:00:00: There is no free lunch.

00:00:02: Also es gibt keinen Mittagessen und sonst...

00:00:04: Ich gebe grundsätzlich nicht Tipps, ich gebe

00:00:07: Ideen.

00:00:07: Man soll sich nicht in eine Aktiengesellschaft verlieben

00:00:11: Und das nicht als Hobby verstehen sondern als Fulltime-Job.

00:00:16: Ja, hi und hallo zur Expedition im Westband.

00:00:18: hier ist Martin.

00:00:19: Und Birte Saufelder da!

00:00:20: Hi Birte!

00:00:21: Hi Martin!

00:00:22: Hii und wir haben heute auch eine Gäste in dem Studio

00:00:25: Genau und zwar unsere Kollegin Sarah-Christine Denn die war auf den Hamburger Investorentagen unterwegs mit Mikrofon

00:00:33: Ui, spannend

00:00:33: Ja und da hat sie uns ein bisschen was mitgebracht.

00:00:35: Hi Sarah-Kristin!

00:00:36: Hi

00:00:37: zusammen

00:00:37: Magst du dich einmal ganz kurz vielleicht vorstellen für unsere Hörer?

00:00:40: Ja ich habe VWL studiert im Bachelor und Management & Marketing im Master Und ich bin seit genau einem Jahr Volontärin bei Edelstoff Media.

00:00:50: Ja, und seit Juli bin ich in der Redaktion von das Investment.

00:00:54: Ja genau!

00:00:54: Für das Investment warst du jetzt eben auf diesen Hamburger Investorntagen... ...und hast dort Börsenprofis-Form Manager und Vermögensverwalter getroffen und den immer so dieselben Fragen gestellt?

00:01:06: Wenn nicht recht eine Annahme gäbe was rät man eigentlich einem Neuling also unseren Zuhörern hoffentlich neulingen oder anfängern.

00:01:14: Worauf muss man bei Fonds achten?

00:01:17: Und wenn man sich schon einzelne Aktien kauft, welche Kennzahlen zählen dann wirklich.

00:01:22: Genau und die Antworten sind alle so ein bisschen unterschiedlich ausgefallen teilweise auch schön widersprüchlich.

00:01:28: darum haben wir Sarah Christine eben eingeladen um gemeinsam mit uns durch das Material zu gehen hier in der Sendung

00:01:35: Dankeschön ich freue mich.

00:01:37: Ja, cool.

00:01:37: Wir freuen uns auch!

00:01:38: Und da uns die Profis – wir haben das schon einmal durchgehört ein bisschen, wir tun nicht da uns der Profis heute den einen oder anderen Titel zu nennen?

00:01:47: Machen wir diesmal den Disclaimer, den wir immer drin haben direkt hier am Anfang.

00:01:52: Also liebe Leute bitte beachtet dieser Podcast ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf- oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten.

00:02:04: Und ganz wichtig, Kapitale lagen sind immer mit Risiken

00:02:09: verbunden.

00:02:09: Richtig!

00:02:10: Nachdem wir das gesagt haben...

00:02:11: Können wir jetzt

00:02:13: weitermachen?

00:02:14: Sarah Christin wie kann man sich die Hamburger Investoren-Tage denn vorstellen?

00:02:17: hat da jeder Investor einen eigenen Stand?

00:02:21: Nein, die Hamburger Investoren Tage sind zum persönlichen Austausch zwischen Unternehmen und Investoren gedacht.

00:02:30: Großteils die Investoren haben keinen Stand, sondern sind die Zuhörer.

00:02:35: und aber auch die Unternehmen haben keinen stand.

00:02:38: Sie pitchen ihre Jahreszahlen und Ziele in Vorträgen Und dann können Investoren noch persönliche Gespräche mit den Unternehmen führen.

00:02:46: Da spricht dann meistens der Finanzvorstand Mit dem Formanager

00:02:51: und

00:02:51: Die Gespräche fanden im Hotelzimmer anstatt

00:02:54: Ui!

00:02:56: Ja gut

00:02:58: Ja, das ist ein Varamaraton für die Formanager.

00:03:01: Michael Colenda von Salotaris Capital Management hatte zum Beispiel neun Gespräche am ersten Tag wie er mir erzählt hat.

00:03:09: Das ist einer von denen, die du befragt hast und es hört sich ein bisschen... deswegen haben wir gerade glaube ich beide wow gesagt.

00:03:13: so die Gespräche finden in Hotels und man stammt so ganz

00:03:16: geil im Mund.

00:03:18: Wie in solchen Filmen und dann trifft man sich in den Hotelzimmer und dann ist alles abgemacht.

00:03:23: gut aber sowas nicht.

00:03:24: Das war ein offener Hotelzimmer.

00:03:26: Nee, tatsächlich geschlossener.

00:03:28: Also ja ihr habt recht das hatte etwas von einem Agentenfilm.

00:03:33: Okay cool!

00:03:34: Wie haben denn die Formanager, die du befragt hast auf die Podcastfragen reagiert?

00:03:38: Ehrlich

00:03:38: gesagt alle waren sehr offen mir Antworten für das Investment mitzugeben.

00:03:43: ich habe ehrliches Interesse herausgespürt auch gerade wenn es darum gegen Börse neulingen Tipps für das Investieren zu geben.

00:03:51: Das hören wir doch sehr gerne.

00:03:53: Dann fangen wir mal an und zwar mit Tipps für Einsteiger.

00:03:58: Was würde man im Einsteig raten?

00:04:00: Ja, die erste Antwort kam von Michael Colenda vom Salutaris Capital Management.

00:04:05: Also ein Börsen-Nurling hat aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten sich selber mit der Sache beschäftigen oder beschäftigen lassen.

00:04:13: Einer der bekanntesten Börsinvestoren in der Welt hat mal so treffend gesagt, there is no free lunch.

00:04:21: Also es gibt keinen Mittagessen und sonst muss man sich mit den Dingen beschäftigen.

00:04:27: Und Beschäftigungen ist heute so einfach weil es gibt eine Fülle von Informationen über das Internet und über soziale Medien und man sollte sich nicht von Hypes anstecken lassen sondern man sollte seine eigenen Erfahrungen machen und selber ausprobieren.

00:04:43: Also kein Free-Lunch wie der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman irgendwann in den Neunzehnteinzigern mal sagte.

00:04:51: Das ist ja schon fast eigentlich das Gegenteil von dem, was man von einem Podcast erwartet, der einem Finanzwissen servieren will.

00:04:58: Man

00:04:58: könnte also sagen wir liefern die Zutaten, kochen müssen die Zuhörer dann selbst?

00:05:03: Ja Aber Herr Kolender ist mit seiner Aussage auch nicht allein.

00:05:05: Genau Dr.

00:05:06: Ola Fein von Konvelu geht sogar noch einen Schritt weiter.

00:05:10: Er muss sich darauf gefasst machen, dass um mehr Erfolg als ein ETF zu haben.

00:05:14: Und wir haben gerade angedeutet wie schwer das ist.

00:05:16: Kann er nur mit außerordentlichem Zeitaufwand und intellektueller Begeisterung in diesem Beruf weiterkommen?

00:05:24: Und er muss sich extrem gut ausbilden, lesen, weiterbilden und das nicht als Hobby verstehen sondern als Fulltime-Job.

00:05:33: Dr.

00:05:34: Hein muss man jetzt bis ins Hinterkopf haben bezieht sich hier in der Antwort natürlich... auch auf Berufseinsteiger im Investmentbereich.

00:05:41: Aber seine Antwort deutet ganz gut an, wie schwer es sein kann mit der Performance vieler ETFs

00:05:48: mitzuhalten.".

00:05:49: Ja und René Kerckhoff von K&K bringt noch ein Stichwort das bei dem einen oder anderen immer wieder auftaucht?

00:05:57: Ich glaube Geduld!

00:05:58: Das brauchen wir auf jeden Fall beim Kapitalmarkt vor allem bei den Small & Mid Caps Weil da ist dann doch Recht haben und recht bekommen, da liegt glaube ich eine einige Zeitspanne dazwischen.

00:06:10: Und von dem her, ich glaube das braucht jeder in der heutigen Zeit und nicht zu nervös tagtäglich am Markt reagieren weil ich glaube da haben wir durch makroökonomische Themen doch schon immer relativ viel Volatilität.

00:06:25: Den Satz habe ich mir aufgeschrieben denn das sind am Kapitalmarkt zwei Paar Schuhe.

00:06:31: Einige Fondsmanager haben mir erzählt, dass sie teils rund fünf Jahre warten mussten bis der Wert der Aktie an die Sie geglaubt haben stark angestiegen ist.

00:06:40: Anfangs überzeugten die Gewinne und das Produkt doch das heißt nicht automatisch ein Anstieg der Aktienkurse denn es kann sein, dass das Unternehmen und die Aktie schon gut sind.

00:06:51: Der mag das aber ganz anders sieht.

00:06:53: Darüber haben wir auch schon mal in einer Folge von Expedition Investment gesprochen.

00:06:57: Damals ging es um Michael Barry, der gegen den Immobilienmarkt in den USA gewettet hatte und da hatten wir auch gesagt, Recht hat er schon relativ lange.

00:07:05: Er musste aber auch ziemlich lange warten und seine Wette dagegen bezahlen.

00:07:09: Das war teuer!

00:07:09: Aber am Ende hat sich's dann

00:07:10: gelohnt?

00:07:11: Ja das war im Ende hat es sich gelohnten.

00:07:12: Aber recht haben und recht...

00:07:15: Genau.

00:07:16: Und richtig liegen zwei verschiedene Paar Schuhe

00:07:19: Und auch Julian Kauffeldt von Lois war vor etwas, was Kerkhoffi jetzt gerade schon angedeutet hat.

00:07:24: Dem Hype!

00:07:25: Bei dem sollte man sehr vorsichtig sein ob man dem folgen möchte oder nicht?

00:07:29: Ich

00:07:29: denke wichtig ist es sich nicht in Titel zu verlieben das große ganze Bild im Blick zu behalten und vor allen Dingen Den Hypes blind nachzulaufen.

00:07:40: Wir haben immer wieder den einen anderen Hype, mal SSKI, dann war es vielleicht mal drei D-Druck.

00:07:44: Dem nicht blind nachzulaufen und trotzdem zu schauen wo wird das beispielsweise Innovation Tenghi auch im Hier und jetzt schon echte Wertschöpfung überführt?

00:07:51: Wo ist die echte Substanz dahinter?

00:07:54: Ja und dann war da noch eine Antwort, die mich am meisten überrascht hat.

00:07:58: Klaus Walczak von Ariad Esselmanagement.

00:08:01: Er wollte seine Antwort nicht als Tipp bezeichnen lassen.

00:08:05: Ich krieg will Grundsätzlich nicht Tipps.

00:08:08: Ich gebe

00:08:09: Ideen und ich sage für jeden Neueinsteiger grundsätzlich, er muss ein Risikomanagement haben.

00:08:17: Und man muss nicht auf das hören was irgendeiner sagt.

00:08:22: Man soll dies oder jenes kaufen dann viele eben schon Geld verloren.

00:08:27: Man muss sich mit dem Investment wirklich beschäftigen.

00:08:30: der schnelle Gewinn ist immer mit hohem Risiko

00:08:32: verbunden.

00:08:32: fünf verschiedene Menschen den du immer dieselbe Frage gestellt hast und alle wahrscheinlich auch mit unterschiedlichem Hintergrund, unterschiedlicher Karriere.

00:08:41: Aber trotzdem landen alle beim selben Kern Bildungsstadtbauchgefühl und Geduld statt Hype.

00:08:47: Ja

00:08:47: das ist schon mal eine ganz gute Basis.

00:08:48: und damit gehen wir jetzt zu der nächsten Frage nämlich zur Frage wo man genau dieses Wissen konkret anwenden soll, nämlich bei Fonds & ETFs.

00:08:58: Genau, da wurde es nämlich spannend.

00:09:00: Weil beide unterschiedliche Aspekte herausgreifen.

00:09:03: nachdem man Fonds oder ETFs bewerten sollte fangen wir mit Kolender

00:09:08: an.

00:09:08: Wichtig ist und das sage ich jetzt ganz subjektiv lieber einen Fund zu kaufen als ein ETF zu kaufen weil bei ETF gibt's so komplexe Aufbauorganisationen dass die meisten Anfänger das gar nicht unterscheiden können Ob sie beispielsweise einen unterlegten ETF haben oder einen, der nur aus Pseudo-Unterlegungen besteht.

00:09:33: Bei einem Fond habe ich immer ein Sondervermögen da gibt es die Aktien wirklich und das sollte man gerade als Anfänger nicht

00:09:41: unterschätzen.".

00:09:43: Sein Argument?

00:09:44: Sonder vermögen schlägt Replikationsstruktur.

00:09:47: also beim klassischen Fond weiß man immer, was drinsteckt.

00:09:51: Jetzt sagen seine Antwort ist jetzt auch nicht super überraschend, da er lange selber Form Manager war und insofern natürlich aktiv gemanagte Fonds besser findet als ETFs?

00:10:00: Im Endeffekt muss das also jeder für sich selbst entscheiden, was er da lieber möchte oder was aus seiner Sicht sicherer erscheint.

00:10:08: denn wenn wir vorhin auch schon gehört haben es ist jetzt nicht unbedingt einfach besser als ein ETF bzw sein Index zu performen.

00:10:14: Wenn euch die Unterschiede zwischen synthetischem und physischem ETF interessieren Dann hört gerne mal in einer unserer Folgen zum Basiswissen ETFs herein.

00:10:22: Da erklären wir das nämlich ein bisschen, was das jeweils bedeutet?

00:10:25: Ja bitte!

00:10:26: Das ist ein hervorragender Tipp, dass die Zuhörer dann nochmal in die Basisfolge rein hören, wenn sie da noch Fragen haben.

00:10:32: Jetzt hören wir einmal, was Waldschirktang gesagt hat der ja gerade schon für Ideen-Statttipps stand.

00:10:40: Ich glaube, der wichtigste Aspekt sind die Kosten, wenn man langfristig drin ist.

00:10:44: Deshalb haben mir auch die ETF's als Besondere Fondsformen sind so ein Zulauf, weil dort die Gebühren extrem niedrig sind.

00:10:52: Aber es ist nicht nur das ein wichtiges Aspekt sondern wie lange ist mein Anlage Horizont um überhaupt einen Investment zu starten?

00:11:02: Von der Seite her muss ich auch an die sogenannten Drawdowns denken.

00:11:06: Wenn ein Fond sehr stark sich bewegt dann ist das ja auch ein Stressfaktor für den Investor.

00:11:13: kann ich das durchhalten?

00:11:15: Also das sind so für mich die wichtigsten Kriterien und gleichzeitig auch, ob der Anbieter ein seriöse Anbiete ist.

00:11:22: Der eine sagt, die ETF-Struktur ist komplexer als man auf den ersten Blick denkt.

00:11:27: Der andere sagt, ETFs sind gerade wegen der Kosten aber so beliebt und das zu Recht.

00:11:33: Genau, Colenda redet über die Transparenz der Konstruktion und Waldschag über die Kosten.

00:11:38: Julian Kauffeld bringt diese beiden Seiten zusammen.

00:11:41: Zum einen natürlich die Rendierte, dass sie auch eine entsprechende Stätigkeit im Zeitlauf hat, gewisse Schwankungen im Zug des Marktgeschehens sind ganz normal.

00:11:51: Aber hier sollte es nicht sein, dass ihr ein One-Hit-Wonder habt dass eben ein, zwei Jahre gut läuft in den anderen Jahren und dann eben katastrophal sich entwickelt.

00:11:59: Und das natürlich in Relation zu den Kosten zu setzen auch auf dieser Kostenseite jetzt nicht nur auf die niedrigsten Kosten zuschauen sondern die im Bezug zu setzen.

00:12:08: zur Wertentwicklung.

00:12:09: Es gibt ja viele Menschen die sehr stark passiviert haben, auf ETFs gesetzt haben.

00:12:13: es macht in vielen Bereichen auch Sinn aber eben nicht überall.

00:12:16: Auch ein aktiv geminntes Staffon hat ganz klar seine Berechtigung, dort habe ich einen Vorminnscher der genau weiß hoffentlich was er tut und dementsprechend dann dafür auch die entsprechende Vieh verdient.

00:12:27: Ja, hoffentlich ist hier ein schöner Einschub.

00:12:30: Auf jeden Fall ehrlich!

00:12:32: Und ganz konkret wird es bei Olaf Hein, der das mit Zahlen unterlegt?

00:12:38: auf die Zahl der Aktien achten.

00:12:41: Wenn es sehr viele sind, dann ist das faktisch schon ein verkabter Index.

00:12:45: Ein guter Front sollte auch eine Meinung haben und bestimmte Titel übergewichten, sonst kann er auch wie gesagt gleich den ETF kaufen.

00:12:52: Die Gebühren sollten maximal einen Prozent all-in sein.

00:12:57: Ich glaube es wäre wichtig oder es wäre vorteilhaft wenn das erstet an einer Mensch mit dem Volumen nicht deutlich größer als eine Milliarde ist, um ihm genug Spielraum zu geben auch im kleinere Titel zu investieren.

00:13:09: Zahl der Positionen kosten Übergrenze, Fondsvolumen drei sehr konkrete Leitplanken

00:13:15: und damit auch drei Dinge die jeder Privatanleger auch tatsächlich selbst nachgucken kann entweder Kundeninformationsblatt oder auf der Fondsseite der Gesellschaft oder in unserem Fond Explorer bei uns auf der Seite von das Investment.

00:13:31: Den verlinkst du dann aber mal schön für die...

00:13:33: In den Show notes.

00:13:34: Machst du das nicht?

00:13:38: So, Sarah-Christine dort ist aber noch eine Frage gestellt.

00:13:41: Bevor wir zur letzten offiziellen Frage kommen muss ich kurz was zugeben.

00:13:45: Ich habe nebenbei auch gefragt, was gerade der Lieblingstitel der Fundmanager ist.

00:13:49: Stand nicht auf meinem Zettel aber ich wollte es wissen!

00:13:52: Krass super spannend.

00:13:53: haben die denn da überhaupt Antworten darauf gegeben?

00:13:56: Einige haben mir sogar schon einen kleinen Vortrag gehalten... ...aber der Klassiker kam zuerst.

00:14:02: Hört selbst!

00:14:03: Ich habe keine Lieblingsaktie.

00:14:05: vor allen Dingen eine Grundregel ist man soll sich nicht in einer Aktiengesellschaft verlieben.

00:14:10: Sondern es gibt Themen, die findet man spannend.

00:14:15: Und es gibt Themen, die findet man nicht spannend und man sollte nur die Themen nehmen, die man versteht und nicht weil es irgendein bekannter oder Freund oder am Stammtisch erzählt wird.

00:14:26: Nicht in den Titel verlieben oder nicht in bestimmte Aktientitel verliebt?

00:14:30: Das sagen eigentlich im Grunde dann doch alle fünf wenn ich das richtig verstanden habe bisschen unterschiedlich ausgedruckt.

00:14:35: jeweils Kaufeld hat das vorhin schon erwähnt Kerkauf sagt das eigentlich quasi genau so.

00:14:41: Man darf sich nie verlieben in einzelner Aktien.

00:14:43: Ja, aber dann ist trotzdem interessant, wenn die alle doch was von ihren Lieblingstädeln erzählen ... Das kennen wir ja auch, wenn mal einer wirklich etwas erzählt hat und sich das schon ein bisschen nach Liebe anhört oder?

00:14:55: Genau!

00:14:56: Da kam erst die Warnung, dann haben alle geweichtet.

00:14:59: Die Ibutec kommt aus Weimar.

00:15:02: Ist ein hochspannendes Unternehmen im weitesten Sinne Chemiebereich Und die sind aktuell der einzige Hersteller in Europa für LFP-Batteriematerial, für Batterien.

00:15:20: Die haben im letzten Jahr einen Vertrag geschlossen mit der Firma Powerco.

00:15:26: Powerco ist die Batterietochter des VW-Konzerns.

00:15:29: Ein von mir sehr geschätzter Kapitalmarktanalyst, der leider im Jahr twenty achtzehn verstorben ist Der hat mich im Jahr zehntelf angerufen und gesagt, du musst mal einen Ausflug nach Weimar machen.

00:15:42: Der Unternehmenseigentümer führte ein Name taglang durch das ganze Unternehmen.

00:15:48: Und anschließend waren wir all total begeistert und haben gesagt, wo können wir die Aktie kaufen?

00:15:52: Die Ibotek ist dann final zwanzig siebzehn an die Börse gegangen.

00:15:57: Imissionskurs waren siebzen Euro ist dann eine Spitze auf Achtundfünfzig gestiegen und sogar teilweise deutlich unter den Preis der siebzehn

00:16:06: Euro zu fallen.

00:16:08: Und bevor diese Powerco-Geschichte konkret wurde, ist der Kurs über teilweise bis

00:16:16: auf fünf Euro zurückgefahren.

00:16:19: Jetzt stehen wir aktuell irgendwo in der Fünfzehner Gegend also das immer noch nah am Emissionskurs von zwanzigsehntin.

00:16:28: aber das Unternehmen heute

00:16:33: Wir machen weiter mit René Kerkow und der bleibt kurz und ganz knapp.

00:16:38: In unserem Fonds ist aktuell die größte Position, die auch öffentlich ist – die Zwei-G-Energie.

00:16:44: Die sind eigentlich in dem ganzen Thema Energie, Infrastruktur unter anderem für Rechenzentren und Datensenden in den USA tätig.

00:16:52: Aber das Unternehmen finde ich strukturell doch sehr, sehr spannend aktuell.

00:16:55: Julian Kauffeld hatte gleich zwei Favoriten!

00:16:58: Ich

00:16:58: find' spannend im Augenblick große Chancen im Bereich Medizintechnik, ne Sektor beispielsweise die Software für Bildmanagementsysteme in Kliniken anbietet bis hin aber auch zu ganz anderen Titeln wo auch Innovationen großen Stellenwert hat wie zum Schein einer Knorrbremse die sehr gut positioniert sind im Bereich von Bremskraftsystem für Züge, aber auch für Trucks.

00:17:22: Dort hat bei dem Bremskraftsystem für züge ein Marktanteil von über fünfzig Prozent haben, weil man mit deren Systeme sehr präzise bremsen

00:17:28: kann.".

00:17:29: Und Olaf Hein bleibt seinem?

00:17:31: ersten Interview treu.

00:17:32: Meine Lieblings-Aktie zur Zeit ist die MLP AG, also es ist ein Finanzdienstleister.

00:17:37: Warum?

00:17:37: Weil er ein sehr stabiles zukunftsicheres Geschäft hat mit einem hohen Anteil an reoccurring earnings wie da sich wiederholenbaren Erträgen breit aufgestellt ist eine große Vermögensverwaltung noch kontrolliert und ein sehr überzeugendes Management haben.

00:17:53: Und zum Schluss noch Klaus Walczak der findet einer Aktie richtig klasse, die gar nicht im Depot haben.

00:17:58: Die

00:18:00: AG ist zwar nicht bei uns ein Depot, aber die habe ich deshalb als Attraktiv gesehen weil sie sich genau mit einer Innovation beschäftigt.

00:18:11: Dies Recycling von Autoreifen und zwar so dass am Ende sogar die Energie wieder gewonnen werden kann, die für die das Recyling genutzt werden musste.

00:18:23: Und das finde ich auch ein Patent was Deutsche entwickelt haben und was jetzt scheinbar in die erste große Produktion gehen wird.

00:18:33: Und die großen Reifenhersteller haben sich alle mit pürbem Innovationen zusammengetan, um das

00:18:39: zu

00:18:40: entwickeln.".

00:18:41: Fünf völlig unterschiedliche Branchen – Batteriematerial, Energieinfrastruktur, Medizintechnik, Finanzdienstleistung und Reifen-Recycling.

00:18:50: Und hier nochmal der Hinweis für alle, die jetzt vielleicht schon die Handelsapp aufmachen!

00:18:54: Das sind persönliche Favoriten unserer Gesprächspartner und definitiv keine Kauf- oder Produktempfehlung von uns, oder von das Investment.

00:19:04: Und auch keine Produktumkaufempfehlungen von unseren

00:19:07: Gesprächspartnern.".

00:19:08: Genau deswegen heißt es im Anlageberatung ist das was im Gespräch mit dem Berater stattfindet und nicht das was ihr irgendwo bei YouTube hört weil da gibt's dann auch keine Protokolle drüber Und es ist nicht alles für jeden geeignet.

00:19:20: Aber ich find's immer super spannend und deswegen cool, dass du es gefragt hast, sage Christine, weil ich find' super spannend was die Leute da so für Unternehmen aus dem Hut zaubern... ...und ich find besonders immer spannend wenn das welche sind, die jetzt nicht jeder aufm Schirm hat ne?

00:19:31: Also wir haben jetzt fünf Leute gesagt, oh ich finde Meta super spannend.

00:19:35: Surprise!

00:19:36: Ich glaub der wär mir vielleicht umgekippt aber so is wirklich cool.

00:19:39: Aber wenn dann schon jemand- Wir raten ja manchmal eher ein bisschen davon ab oder waren vor den Risiken.

00:19:47: Wenn jetzt aber schon jemand sagt, ich möchte unbedingt eine Einzelaktie kaufen.

00:19:51: Welche drei Kennenzahlen, das hattest du ja auch gefragt?

00:19:53: Sollte er sich denn da anschauen!

00:19:55: Ja hier waren sie anders als bei den Fonds fast alle einig.

00:20:00: Kolender zuerst Das

00:20:01: Wichtigste ist für mich die Bewertung.

00:20:06: Also ganz simples Thema Ich kann nahezu alle Informationen über eine Aktiengesellschaft im Internet finden wenn sie Börsen notiert Und für mich ist das sogenannte KGV, das Kurs-Gewinnverhältnis die einfachste Bewertungsregel.

00:20:25: Das heißt ich kenne den Preis, den die Aktie im Moment kostet.

00:20:30: Ich kann dem Internet nachschlagen wie hoch ist der Gewinn der Gesellschaft pro Aktie?

00:20:36: Je niedriger es ist umso billiger ist die Aktia.

00:20:40: und vor allen Dingen ein sollte man beachten macht dieses Unternehmen überhaupt Gewinn?

00:20:45: Es gibt ganz viele Unternehmen, die gehypt

00:20:48: sind

00:20:48: und keinen Gewinn machen.

00:20:50: In der nächsten Krise wird man das dann

00:20:52: entspülen.".

00:20:53: Kolender betont KGV- und die Gewinnfrage?

00:20:56: Und René Kerkhoff ergänzt es noch!

00:20:58: Von den Kennzahlen her würde ich dann KGv ganz klarsches auch nehmen.

00:21:04: Umbedingt Themen, die die Verschuldung mit reinnehmen – also ein Enterprise Value sich anschauen, iwi ebit oder solche Kennzahl nicht zu sehr auf EV, EBITDA, adjusted oder so schauen.

00:21:17: Weil da kann man natürlich einiges tricksen und natürlich einen free cashflow also freien Cashflow dass man da vernünftige Zahlen hat.

00:21:24: Ja

00:21:25: und Julian Kauffeld der bringt noch die Zeitachse ins Spiel.

00:21:28: Hör mal was das ist!

00:21:29: Aus meiner Sicht ist es die Verbindung aus Historie Prognose für die Zukunft zu verstehen.

00:21:37: Wir haben sich eben, wir haben sich Margen in der Vergangenheit entwickeln und kann dieser Fahrt realistischerweise fortgesetzt werden?

00:21:44: Also gab es vielleicht einzelne Effekte, einmal-effekte Zollrückzahlung

00:21:48: etc.,

00:21:49: die eben realistische Weise in der Zukunft nicht mehr auftreten dürften.

00:21:53: und dann aus unserer Sicht auch ganz wichtig das Thema Innovation zu beleuchtet.

00:21:57: Das heißt wird wirklich kontinuierlich im Bereich Forschung Entwicklung investiert?

00:22:01: gibt es dort eine kontinuerliche Bemühungen Innovationsvorhaben auch voranzutragen.

00:22:05: Dr.

00:22:06: Ola Fein war hiermit Abstand der Konkreteste.

00:22:08: Klassischerweise ist es die Kernfrage, das sogenannte Rosi, also die verzinslichtes eingesetzte Kapital.

00:22:16: Das ist zum Beispiel bei Einzelhandeln extrem niedrig und bei Apple extrem hoch.

00:22:20: Wenn Sie keine gute Verzinsung Ihres Kapitals haben, dann werden sie auch keine großen Sprünge machen.

00:22:26: Dann ist der Verschuldungsgrad – es ist auch heute genauso wichtig wie immer – er sollte also nicht mehr als, ich würde sagen, bei fünfzig Prozent sein.

00:22:35: Ganz wichtig ist, dass die in der richtigen Branche sind.

00:22:39: Also ein gutes Unternehmen in einer Anführungsstrichen sterbenen Branche ist keine gute Idee.

00:22:46: Sie könnten da an König und Bauer, Heidelberger Druck und viele andere sehen.

00:22:51: Also sie müssen schon sicher sein, dass es ihr Unternehmen auch in den nächsten zwanzig oder gar dreißig Jahren noch eine solide Daseinsberechtigung hat.

00:23:00: Und das ist vielleicht auch die erste Sache auf die ich

00:23:03: gucken würde.

00:23:03: Und vielleicht darf ich noch einen Satz dazu sagen?

00:23:06: Meine größte Sorge ist, dass sie irgendwann von der chinesischen Konkurrenz verdrängt werden.

00:23:11: Unser Schluss nochmal Klaus Walczak kurz im Wünich.

00:23:14: Er sollte auf alle Fälle, auf die Konunität der Träge des Unternehmens achten.

00:23:20: Auf die Verschuldung und eigentlich auf den sogenannten Free Cash Flow.

00:23:24: Denn das ist eigentlich die Kinzerl, die am besten darstellt wie erfolgreich oder wie gesund ein Unternehmen ist.

00:23:32: Ja, Kontinuitätverschuldung, Cashflow.

00:23:35: Da kam eigentlich bei allen fünf am Ende dasselbe Rundgerüst raus.

00:23:38: Das ist ja schon mal ein ganz guter Wegweiser würde ich sagen.

00:23:40: Auf jeden Fall!

00:23:41: Ich fand es beeindruckend wie offen und ehrlich die Leute auf der Messe waren.

00:23:45: Ist echt nicht selbstverständlich.

00:23:47: Danke

00:23:47: Sarah Christine das du uns mitgenommen hast

00:23:50: Und euch danke fürs Zuhören wenn ihr Fragen, Themenwünsche oder eigene Erfahrungen mit uns teilen wollt.

00:23:55: schreibt uns gerne an expedition at dasinvestment.com.

00:23:59: Bis zur nächsten Folge von Expedition Investment.

00:24:03: Tschüss!

00:24:09: Expedition Investment ist ein original Edelstoff-Media-Podcast.

00:24:13: Alle Themen, Produkte und Gesprächsinhalte wurden von der Redaktion und den Gästen ausgewählt.

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00:24:22: Redaktions- und Hosts Wirt Penzorn und Martin Vornweg Brückner Schnitt Janik Flemming.

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